Allgemeine Geschäftsbedingungen
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§ 1 Geltungsbereich und Begriffe
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über Beratungs-, Coaching-, Moderations- und Workshopleistungen zwischen Peter Hoenig, MY COACHING FOR YOU, Bürgermeister-Eilts-Str. 20, 26817 Rhauderfehn (im Folgenden „Berater“), und seinen Kundinnen und Kunden (im Folgenden „Kunde“).
(2) Verbraucher ist jede natürliche Person, die einen Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB). Bestimmungen, die nur für Verbraucher oder nur für Unternehmer gelten, sind ausdrücklich gekennzeichnet.
(3) Diese AGB werden Vertragsbestandteil, wenn der Berater den Kunden bei Vertragsschluss ausdrücklich auf sie hinweist, der Kunde in zumutbarer Weise von ihrem Inhalt Kenntnis nehmen kann und mit ihrer Geltung einverstanden ist. Der Berater übermittelt die AGB zusammen mit dem Angebot in Textform, zum Beispiel als PDF per E-Mail.
(4) Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Berater ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
(5) Im Einzelfall getroffene individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB (§ 305b BGB).
§ 2 Leistungen
(1) Art, Umfang, Ort, Termine und Vergütung der Leistungen ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot oder der Auftragsbestätigung. Typische Leistungen sind Business und Personal Coaching, Teamentwicklung, Moderation und Konfliktmanagement sowie Beratung im Change-, Prozess-, Enterprise-Architektur- und IT-Service-Management.
(2) Der Berater schuldet die sorgfältige und fachgerechte Erbringung der vereinbarten Dienstleistungen, nicht einen bestimmten wirtschaftlichen oder persönlichen Erfolg. Entscheidungen trifft der Kunde selbst.
(3) Die operative Umsetzung der Beratungsergebnisse, etwa Eingriffe in Geschäftsprozesse oder IT-Systeme, ist nicht Bestandteil der Leistungen. Sie erfolgt durch den Kunden oder von ihm beauftragte Dritte. Auf Wunsch unterstützt der Berater bei der Auswahl geeigneter Partner und begleitet diese beratend.
(4) Der Berater erbringt die Leistungen persönlich. Weitere Fachleute zieht er nur nach Absprache mit dem Kunden hinzu.
(5) Die Leistungen finden nach Vereinbarung vor Ort oder online per Videokonferenz statt. Bei Online-Terminen sorgt jede Seite für die technischen Voraussetzungen auf ihrer Seite.
§ 3 Coaching ist keine Heilkunde
(1) Coaching und Beratung sind keine Ausübung der Heilkunde und keine Psychotherapie im Sinne von § 1 Abs. 3 Psychotherapeutengesetz. Sie ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose oder Behandlung.
(2) Der Kunde bleibt für seine Gesundheit selbst verantwortlich. Befindet er sich wegen einer psychischen Erkrankung in Behandlung, empfiehlt der Berater, ein Coaching vorher mit der behandelnden Fachperson abzustimmen.
(3) Ergeben sich im Verlauf Hinweise auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung, kann der Berater die Zusammenarbeit unterbrechen und eine fachliche Abklärung empfehlen. Bereits erbrachte Leistungen werden vergütet; im Übrigen gilt § 8 Abs. 5.
§ 4 Vertragsschluss und Form
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website ist kein bindendes Angebot.
(2) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Angebot des Beraters in Textform annimmt, zum Beispiel per E-Mail, oder wenn der Berater eine Anfrage des Kunden in Textform bestätigt.
(3) Änderungen und Ergänzungen des Vertrags sollen zur Klarheit in Textform festgehalten werden. Für Erklärungen des Kunden, etwa Terminabsagen, Kündigung oder Widerruf, genügt die Textform.
(4) Nur für Verbraucher: Wird der Vertrag ausschließlich über Fernkommunikationsmittel (zum Beispiel E-Mail, Telefon oder Videokonferenz) oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen, stellt der Berater dem Kunden vor Vertragsschluss die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen sowie die Widerrufsbelehrung mit Muster-Widerrufsformular in Textform zur Verfügung. Nach Vertragsschluss bestätigt er den Vertragsinhalt auf einem dauerhaften Datenträger.
§ 5 Vergütung und Zahlung
(1) Die Vergütung richtet sich nach dem Angebot, zum Beispiel als Stunden-, Tages- oder Pauschalhonorar.
(2) Gegenüber Verbrauchern nennt der Berater Endpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Gegenüber Unternehmern verstehen sich die Preise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(3) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Zugang ohne Abzug zu zahlen. Bei Aufträgen mit mehreren Terminen kann der Berater nach erbrachten Leistungen abrechnen, zum Beispiel je Termin oder monatlich.
(4) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regeln. Der Verzugszins beträgt gegenüber Verbrauchern 5 Prozentpunkte und gegenüber Unternehmern 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Von Unternehmern kann der Berater zusätzlich die Verzugspauschale von 40 Euro verlangen (§ 288 BGB).
(5) Der Kunde kann nur mit Forderungen aufrechnen, die unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind oder aus demselben Vertragsverhältnis stammen.
§ 6 Reise- und Nebenkosten
(1) Für Termine am Sitz des Beraters oder online fallen keine Reisekosten an.
(2) Für Termine beim Kunden oder an einem anderen vereinbarten Ort berechnet der Berater die Fahrtkosten nach den im Angebot genannten Sätzen, zum Beispiel als Kilometerpauschale oder Bahnfahrkarte, sowie notwendige Übernachtungskosten gegen Nachweis. Übernachtungen und Flüge bucht er nur nach vorheriger Abstimmung mit dem Kunden.
(3) Kosten für Räume, Verpflegung und Material trägt der Kunde, soweit nichts anderes vereinbart ist.
(4) Sagt der Kunde einen Termin ab, trägt er die bereits angefallenen, nachgewiesenen Reise- und Übernachtungskosten, die nicht mehr kostenfrei storniert werden können. Das gilt nicht, wenn der Berater die Absage zu vertreten hat. Der Berater hält solche Kosten so gering wie möglich.
§ 7 Mitwirkung des Kunden
(1) Der Kunde stellt die für die Leistung erforderlichen Informationen, Unterlagen und Ansprechpartner rechtzeitig und vollständig bereit, bei Terminen vor Ort auch geeignete Räume und Technik.
(2) Kommt der Kunde einer Mitwirkung nicht oder nicht rechtzeitig nach und verzögert sich dadurch die Leistung, verschieben sich vereinbarte Termine angemessen. Mehraufwand, auf den der Berater vorher hingewiesen hat, kann er nach den vereinbarten Sätzen berechnen.
(3) Die Verantwortung für Entscheidungen und für die Umsetzung der erarbeiteten Ergebnisse liegt beim Kunden.
§ 8 Terminabsagen, Verschiebungen und Kündigung
(1) Der Kunde kann einen vereinbarten Termin in Textform absagen oder verschieben.
(2) Absagen und Verschiebungen sind bis 48 Stunden vor Beginn eines Termins kostenfrei. Coaching-Termine kann der Kunde in diesem Rahmen ohne weitere Einschränkung verschieben, auch mehrfach; den Ersatztermin vereinbaren beide Seiten gemeinsam.
(3) Bei einer späteren Absage bleibt der Vergütungsanspruch des Beraters für den Termin bestehen (§ 615 BGB). Er wird pauschal berechnet: mit 50 % des für den Termin vereinbarten Honorars bei einer Absage weniger als 48, aber mindestens 24 Stunden vor Beginn, und mit 100 % bei einer Absage weniger als 24 Stunden vor Beginn oder bei Nichterscheinen. Eine spätere Verschiebung gilt als Absage. Der Berater lässt sich ersparte Aufwendungen und Einnahmen aus einer anderweitigen Nutzung der Zeit anrechnen. Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass dem Berater kein oder ein wesentlich geringerer Anspruch entstanden ist.
(4) Sagt der Berater einen Termin ab, etwa wegen Krankheit, informiert er den Kunden unverzüglich und bietet einen Ersatztermin an. Bereits gezahlte Vergütung für nicht erbrachte Leistungen erstattet er. Weitergehende Ansprüche richten sich nach § 10.
(5) Beide Seiten können den Vertrag nach den gesetzlichen Vorschriften kündigen, insbesondere jederzeit nach § 627 BGB, soweit dessen Voraussetzungen vorliegen, und aus wichtigem Grund nach § 626 BGB. Der Berater kündigt nicht zur Unzeit, es sei denn, ein wichtiger Grund liegt vor. Bis zur Kündigung erbrachte Leistungen werden nach § 628 BGB vergütet.
(6) Nur für Verbraucher: Das gesetzliche Widerrufsrecht nach § 9 bleibt unberührt. Während der Widerrufsfrist richten sich die Folgen eines Widerrufs ausschließlich nach der Widerrufsbelehrung; die Absageregeln dieses Paragrafen gelten insoweit nicht.
§ 9 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Nur für Verbraucher: Bei Verträgen, die ausschließlich über Fernkommunikationsmittel oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden, steht dem Kunden ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu.
(2) Einzelheiten, die Folgen eines Widerrufs und das Muster-Widerrufsformular enthält die Widerrufsbelehrung. Sie liegt dem Angebot bei.
(3) Beginnt der Berater auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung, schuldet der Kunde bei einem Widerruf Wertersatz für die bis dahin erbrachten Leistungen. Bei Verträgen außerhalb von Geschäftsräumen muss dieser Wunsch auf einem dauerhaften Datenträger erklärt werden.
§ 10 Haftung
(1) Der Berater haftet unbeschränkt
- bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,
- für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,
- aus einer übernommenen Garantie und bei arglistigem Verschweigen,
- soweit zwingende gesetzliche Vorschriften eine unbeschränkte Haftung vorsehen.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Berater im Übrigen nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Wesentlich sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, etwa die sorgfältige Durchführung vereinbarter Termine und die Vertraulichkeit. In diesen Fällen ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Nur für Unternehmer: In den Fällen von Abs. 2 ist die Haftung zusätzlich auf 250.000 Euro je Schadensfall begrenzt. Das entspricht der Versicherungssumme der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung des Beraters. Ist bei einem Auftrag ein höheres Risiko absehbar, kann auf Wunsch des Kunden eine höhere Haftungssumme vereinbart werden.
(4) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Die Beschränkungen gelten auch zugunsten von Personen, deren Verschulden sich der Berater zurechnen lassen muss.
(5) Der Berater haftet nicht dafür, dass ein bestimmter Erfolg eintritt. Entscheidungen über die Umsetzung von Empfehlungen trifft der Kunde (§ 2 Abs. 2 und 3).
§ 11 Vertraulichkeit
(1) Der Berater behandelt alle Informationen, die er im Rahmen der Zusammenarbeit erhält, vertraulich und verwendet sie nur für die vereinbarten Leistungen. Diese Pflicht gilt über das Vertragsende hinaus.
(2) Ausgenommen sind Informationen, die öffentlich bekannt sind oder ohne Verstoß gegen diese Pflicht bekannt werden. Ausgenommen sind ferner Offenlegungen, zu denen der Berater gesetzlich oder durch behördliche oder gerichtliche Anordnung verpflichtet ist, sowie Offenlegungen, die zur Wahrung eigener Rechte erforderlich sind, etwa gegenüber zur Verschwiegenheit verpflichteten Rechts- oder Steuerberatern.
(3) Fallbesprechungen in Supervision oder kollegialer Beratung finden nur in anonymisierter Form statt, die keinen Rückschluss auf Personen oder Unternehmen zulässt.
(4) Beauftragt ein Unternehmen ein Coaching für Mitarbeitende, bleiben die Inhalte der Coachinggespräche zwischen der gecoachten Person und dem Berater. Das beauftragende Unternehmen erhält nur die vorab vereinbarten Informationen, etwa Termine und Umfang, sowie Ergebnisse, die die gecoachte Person ausdrücklich freigibt.
§ 12 Arbeitsergebnisse und Nutzungsrechte
(1) Unterlagen, Präsentationen und Konzepte, die der Berater für den Kunden erstellt, darf der Kunde für eigene Zwecke nutzen, bei Unternehmen innerhalb des eigenen Unternehmens. Eine Veröffentlichung oder Weitergabe an Dritte zu deren Nutzung bedarf der Zustimmung des Beraters.
(2) Methoden, Vorlagen, Modelle, insbesondere das 8-Ebenen-Modell, und das allgemeine Fachwissen des Beraters bleiben bei ihm. Er darf sie weiter verwenden, ohne vertrauliche Informationen des Kunden preiszugeben.
(3) Software-Werkzeuge, die der Berater bereitstellt, etwa seine Coaching-Editoren, stehen unter der jeweils angegebenen Lizenz (GNU GPL-3.0-or-later).
§ 13 Datenschutz
(1) Der Berater verarbeitet personenbezogene Daten nach der Datenschutz-Grundverordnung. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
(2) Für Online-Termine nutzen die Parteien die vereinbarten Videodienste. Bei Coachings für Mitarbeitende eines Unternehmens gilt zusätzlich § 11 Abs. 4.
§ 14 Verbraucherstreitbeilegung
Der Berater ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Bei Fragen oder Unstimmigkeiten wenden Sie sich bitte direkt an den Berater, um gemeinsam eine Lösung zu finden.
§ 15 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Vorschriften des Staates entzogen wird, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.
(2) Nur für Unternehmer: Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertrag der Sitz des Beraters in Rhauderfehn. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
(3) Sind einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften (§ 306 BGB).
(4) Änderungen dieser AGB gelten nur für Verträge, die nach ihrer Bekanntgabe geschlossen werden.
Widerrufsbelehrung und Muster-Widerrufsformular für Verbraucher